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Ein Fluss mit vielfältigen Aufgaben

Die Niers legt auf ihrem Weg von der Quelle südlich von Mönchengladbach bis zur Mündung in die Maas bei Gennep ca. 114km zurück, davon die letzten 8km in den Niederlanden. Ihr Einzugsgebiet hat eine Fläche von 1.348km 2 und wird von 715.000 Menschen bewohnt.
Die Niers ist zwar ein verhältnismäßig kleiner Fluss, sie hat aber große Aufgaben:

 

  • Wasser, Gewässerbett und Aue sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
  • Sie nimmt jährlich etwa 83Mio.m3 gereinigtes Abwasser aus 24 Kläranlagen so wie eine große Menge Mischwasser aus der Kanalisation auf.
  • Sie liefert Beregnungswasser für die Landwirtschaft.
  • Sie dient der Erholung und dem Wassersport für viele Menschen, u.a. aus den nahen Ballungsräumen.
  • Hinzu kommt die Gewinnung von jährlich etwa 65Mio. m3 Grundwasser im Einzugsgebiet der Niers zu Trink-und Brauchwasserzwecken.

 

In den letzten Jahren hat sich die Gewässergüte der Niers deutlich verbessert. Einige heimische Fischarten haben das ehemals extrem belastet Gewässer bereits wieder besiedelt. Durch die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie wird dieser Verbesserungsprozess weiter unterstützt.

Burgbenden / Grefrath, Naturnahe Umgestaltung der Niers, Anschluß der Aue an die Niers durch ein neues Stillgewässer im Rahmen der EUROGA 2002+  (zum Bericht einfach auf den Link)

 

 
 
 
 

 

Wie die Niers so geworden ist, wie sie heute aussieht

Das Flussbett der Niers hat vor 200000 Jahren der Rhein geschaffen, als er in der Saale-Eiszeit von dem Gletscher nach Westen abgedrängt wurde. Während der Weichsel-Eiszeit (vor 12000 Jahren) benutzte der Rhein diese breiten Abflussrinnen und formte durch den Wechsel von Hochwässern und Niedrigwasser die typischen Oberflächenformen der Niersniederung: die Kendel (Niedrigwasserrinnen) und Donken (Schotterbänke des Hochwassers). Die Niers fließt in diesem bis 500 Meter breiten Tal von seiner Quelle südlich von Mönchengaldbach über 100 km bis zur Mündung in die Maas bei Gennep (NL). Am Rande der Donken findet man oft eine deutliche Kante: die Donkenkante mit einer Höhe von einem bis teilweise 2 Metern.

Im Mittelalter wurden an der Niers viele Mühlen gebaut. Damit die Mühlen genug Wasser bekamen, wurde die Niers an den Rand des Tals gelegt. Hierdurch floss vor der Mühle das Wasser sehr langsam und an der Mühle konnte es schnell 50 cm tief fallen und damit das Mühlrad antreiben. Wenn aber die Niers bei Hochwasser über die Ufer trat, floss das Wasser in den Talboden und bildete richtige Hochwassertümpel, weil sich das Wasser unten im Tal ansammelte und nicht mehr in die etwas höhere Niers zurückkam.
Hierdurch gab es einige Probleme, weil die Wiesen lange nass blieben und sich Schlamm durch die Abwässer ansammelte. Schon im Mittelalter wurden die Abwässer der Menschen in die Flüsse und auch in die Niers geleitet, ohne sie vorher zu säubern. Ab dem 19. Jahrhundert entstand bei Mönchengladbach Textilindustrie und die Städte wuchsen stark. Die Abwässer der Textilindustrie, nämlich Gerbstoffe und Farbe und noch mehr Fäkalien der Städte wurden in die Niers geleitet. Dadurch sah die Niers manchmal bunt aus und stank - die Menschen wurden krank und bekamen Kopfschmerzen. Deswegen wurde die Niers begradigt und verlegt, damit das Wasser schneller nach Holland floss. Außerdem legte der Niersverband Steine ans Ufer, damit die Niers sich nicht weiter ausbreitete. Die Folgerung war: Pflanzen und Tiere fanden in und an der Niers keinen Lebensraum mehr. Als es keine Pflanzen mehr in der Niers gab, konnten sich manche Fische nicht mehr vermehren.
Heute gibt es in vielen Orten an der Niers Kläranlagen, die das Wasser säubern. Das Nierswasser ist fast trinkbar aber nicht ganz sauber, man sollte es nicht gleich hinter den Kläranlagen trinken, denn die Niers muss den Rest alleine sauber machen.

 

 

BURGUDA.de mehr als eine Burg  | letzte Änderung am 07.08.2016©